Freitag 02. September 2016

Platzhirsch Festival 2016

das Festival für Artenvielfalt im Duisburger Stadtrevier

 

Der Platzhirsch, das Festival für Artenvielfalt im Duisburger Stadtrevier, geht ins vierte Jahr, verlässt den angestammten Termin Ende August und wechselt auf das erste Wochenende im September.

 

Drei Tage, die zum Entdecken von Neuem und einem Wiedersehen mit alten Bekannten einlädt. Pop- und Hochkultur werden vermischt, Leichtes mit Schwerem kombiniert und die unterschiedllichsten Akteure zusammengebracht. So setzt Nick Oilveri, Gründungsmitglied der legendären Stoner Rock Band Kyuss und langjähriger Bassist der Queens Of The Stoneage, mit seiner aktuellen Band Mondo Generator am Sonntag einen furiosen Schlusspunkt. Gleichzeitig heizt Ruhr-Rocker Stoppok, der nach 2013 gern zum Platzhirsch zurückkehrt, mit seinem Trio ein – die Qual der Wahl, die sich durchs gesamte Programm zieht.

 

Ebenfalls nach 2013 wieder da ist Tim Isforts Myanmar-Projekt, ein work in progress, eine über Jahre sich behutsam entwickelnde Annäherung von europäischen und südasiatischen Musikern. Solche Begegnungen haben angesichts der aktuellen Weltlage ein geradezu politisches Gewicht.

 

Ein weiterer Austausch besteht seit letztem Jahr mit dem litauischen Trio In albedo. Beim Gegenbesuch in Duisburgs Partnerstadt Vilnius in diesem Frühjahr trafen drei Duisburger und drei Litauer auf weißrussische Kollegen aus Minsk. Der daraus entstandende brodelnde melting pot The Post Sozz Kompleks bringt am Samstag Abend den Dellplatz zum Kochen.

 

Doch der Platzhirsch steht nicht nur für Spaß und Party. Insbesondere die teilweise bis in die Nacht gehenden Konzerte in St. Joseph bieten Raum für Einkehr, neue Erfahrungen und Begegnungen. Aus der Vielzahl der Programmpunkte sei hier das Amsterdamer Trio aXolot, die bereits im Januar 400 Duisburger begeisterten, genannt. Die drei jungen Künstlerinnen wagen eine intensive mittelalterliche Meditation.

 

Neuer Spielort und Partner ist die Folkwang-Hochschule. Doch die Platzhirschler lieben es kontrastiv: Während im akustisch hervorragenden Saal an der Düsseldorfer Straße avantgardistischer Jazz, z.B. von den Echo-Preisträgern The great divide zu hören ist, findet man die Folkwang-eigenen Projekte an ungewöhnlicheren Spielorten. Man darf gespannt sein!

 

Ein anderer Kulturschatz unserer Stadt, das Lehmbruckmuseum, war schon öfter Spielort des Festivals. In diesem Jahr erlebt es einen ganz außergewöhnlichen Abend: Drei Programmpunkte kreisen multimedial um die Themen Klang, Bewegung, Raum. Die Künstler kommen aus verschiedensten Ländern und bringen internationale Spitzenklasse zum Platzhirsch. Das Tänzerpaar Kaiser-Antonino etwa oder die New Yorker Geigerin Carolin Pook, die das Eröffnungskonzert des diesjährigen Moersfestivals gestaltete.

 

Der Platzhirsch will nicht nur sparten- sondern auch generationsübergreifend sein. Isolation Berlin etwa ist die perfekte Band für die junge Generation, charmant-retro, mit feiner Ironie in den deutschen Texten. Wer´s härter mag, geht ins Djäzz und hört Punk und Noise der Sonderklasse.

 

Besondere Atmosphäre verströmen die vielen kleinen Spielorte. Kleine Cafés etwa wie Mimi e Rosa, Das Café oder die Krümmelküche lassen Songwriter, unplugged spielende Bands oder Experimente erleben. So z.B. den Duisburger Wolfspelz, der jetzt schon zu den herausragenden Liederdichtern der Republik zählt.

 

Nicht nur an kleine Orte, auch an kleine Menschen denken die Veranstalter in besonderer Weise und haben das Kinderprogramm unter der Rubrik KITZ! deutlich erweitert. Neben Aktion und Theater gibt es auch Kinder-Konzerte und die beliebten Hörspiele in der Kuschelecke. Bei einigen davon kann man die zauberhafte Musik des preisgekrönten Duisburger Komponisten Wolfgang van Ackeren erleben.

 

Auch im nicht-musikalischen Bereich werden wieder Überraschungsmomente für die Pirsch durch die Festivalorte vorbereitet. Kunst in Galerien und im Keller, in der Kirche oder in Schaufenstern wird zum Blickfang. Und auch „Das kleinste Autokino der Welt“ wird wieder einer der besonderen Anziehungspunkte des Festivals sein.

 

Mitmachaktionen, Lesungen, Multimedia, Tanz und Theater – Langeweile ist eine unbekannte Spezies im Hirschrevier rund um den Dellplatz.

 

www.platzhirsch-duisburg.de

 

Facebook Event: https://www.facebook.com/events/1012765688813612/

 

Festival- und Tagestickets für alle drei Tage gibt es direkt im Grammatikoff, an einigen VVK-Stellen oder unter: http://www.reservix.de

 

Festivalticket: VVK 25€

 

Tagestickets: VVK 12€

Beginn: 00:00h
Eintritt: siehe Text
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